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Frage & Antwort
Eigenes Inhouse Studio oder externer Dienstleister?
2 Min. LesezeitGeprüft Juli 2026Entscheidungshilfe
Kurze Antwort
Die Entscheidung hängt vor allem an der Frequenz: Bei weniger als etwa sechs Produktionen pro Jahr ist die externe Anmietung meist wirtschaftlicher. Ab etwa monatlicher Nutzung kippt die Rechnung zugunsten eines eigenen Studios — verstärkt durch Vorteile bei Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und kurzfristigen Terminen. Bei sensiblen internen Themen kann das eigene Studio auch bei geringerer Frequenz die richtige Wahl sein.
In 30 Sekunden
Entscheidend ist nicht der Preis je Produktion, sondern: Wie oft wird produziert — und wie vertraulich sind die Inhalte?
Weniger als etwa sechs Produktionen pro Jahr → externer Dienstleister. Günstiger, flexibler beim Setbau, kaum interner Aufwand.
Ab etwa monatlicher Nutzung → eigenes Inhouse Studio. Dazu kommen Verfügbarkeit auf Abruf und Vertraulichkeit.
Die zwei Optionen im Überblick
Eigenes Studio
sofort verfügbar, auch kurzfristig
sensible Inhalte bleiben im Haus
konstante Bildsprache über alle Ausgaben
wirtschaftlich bei hoher Frequenz
bei geringer Frequenz unwirtschaftlich
dauerhafter interner Aufwand
begrenzter Spielraum für aufwendige Setbauten
Beste Wahl, wenn mindestens monatlich produziert wird oder Inhalte vertraulich sind.
oder
Externer Dienstleister
günstig bei geringer Frequenz
flexibel bei Setbau und Gestaltung
Produktion auch an wechselnden Orten
geringer interner Aufwand
Verfügbarkeit hängt von fremder Kapazität ab
Dritte im Raum bei sensiblen Themen
Bildsprache schwankt je Crew
Beste Wahl, wenn einzelne Großformate anstehen oder nur wenige Produktionen im Jahr geplant sind.
Vergleich der Kriterien
Kriterium
Eigenes Studio
Externer Dienstleister
Wirtschaftlichkeit bei geringer Frequenz
ungünstig
günstig
Wirtschaftlichkeit bei hoher Frequenz
günstig
ungünstig
Kurzfristige Verfügbarkeit
sofort
abhängig von Kapazität
Vertraulichkeit
hoch
regelbar, aber Dritte im Raum
Spielraum für aufwendige Setbauten
begrenzt
flexibel
Konstante Bildsprache
hoch
schwankt je Crew
Entlastung des eigenen Teams
dauerhafter Aufwand
gering
Balken: Bewertung von 1 bis 5, mehr ist besser. € zeigt das Investitionsniveau.
Drei Situationen, in denen das eigene Studio klar überlegen ist
Kurzfristige Kommunikationsanlässe — bei Krisen, Restrukturierungen oder
Ad-hoc-Mitteilungen zählt die Fähigkeit, innerhalb von Stunden zu senden. Externe Kapazität ist dann
häufig nicht verfügbar.
Sensible interne Themen — Personalthemen, M&A-Kommunikation oder Zahlen vor
Veröffentlichung. Je weniger externe Personen im Raum, desto geringer das Risiko.
Serienformate — wiederkehrende Formate profitieren von identischem Setup: gleiche
Optik, gleiche Abläufe, weniger Vorbereitungszeit je Ausgabe.
Was passt zu Ihrer Situation?
Weniger als etwa sechs Produktionen pro JahrExterner Dienstleister
Ab etwa zwölf Produktionen pro Jahr, also monatliche NutzungEigenes Studio
Personalthemen oder Zahlen vor Veröffentlichung, auch bei geringer FrequenzEigenes Studio
Einmaliges Großformat mit Publikum, Bühne und SetbauExterner Dienstleister
Regelbetrieb im Haus, dazu einzelne große ProduktionenBeides kombinieren
Faustregel
Unter etwa sechs Produktionen pro Jahr extern, ab etwa zwölf im eigenen Haus. Dazwischen geben
nicht die Kosten den Ausschlag, sondern Vertraulichkeit und die Fähigkeit, kurzfristig zu senden.
Der praktikable Mittelweg
In der Praxis entscheiden sich viele Unternehmen nicht für eines von beidem, sondern für ein kompaktes
eigenes Studio für den Regelbetrieb — und beauftragen für Großformate zusätzlich externe Produktion.
Wichtig ist dabei, dass die technische Basis des eigenen Studios anschlussfähig ist: Wenn eine externe
Crew ihre Signale ohne Umbau einspeisen kann, spart das bei jedem Großformat Aufwand.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Produktionen im Jahr lohnt sich ein eigenes Studio?
Als Orientierung: Ab etwa zwölf Produktionen pro Jahr, also monatlicher Nutzung, wird der Eigenbau in der Regel wirtschaftlich interessant. Bei sensiblen Inhalten kann er auch früher sinnvoll sein.
Kann man ein eigenes Studio mit externer Crew kombinieren?
Ja, und das ist häufig die praktikabelste Lösung. Voraussetzung ist eine technische Basis, in die externe Signale ohne Umbau eingespeist werden können.