Digital Signage
Digital Signage in der Produktion: Daten in Echtzeit kommunizieren
Wie vernetzte Displays Non-Desk-Worker in der Fertigung erreichen. Ein Konzept für die sichere Ausspielung von Maschinendaten und internen News.
Mitarbeiter in der Produktion haben oft keinen direkten Zugriff auf das Intranet oder E-Mails am Arbeitsplatz. Digital Signage schließt diese Lücke, indem relevante Informationen wie Schichtpläne, Maschinenauslastungen und Sicherheitswarnungen zentral gesteuert und lokal in Echtzeit ausgespielt werden.
Anforderungen an Displays im industriellen Umfeld
Herkömmliche Monitore versagen in Produktionshallen schnell durch Staub, Hitze oder Vibrationen. Der Einsatz von zertifizierten Industriedisplays mit entsprechender IP-Schutzklasse ist Grundvoraussetzung für einen ausfallsicheren Betrieb und lange Lebenszyklen der Hardware.
| Umgebungsbedingung | Empfohlene Schutzart | Technische Besonderheit |
|---|---|---|
| Trockene Montagehallen | IP5x | Staubgeschütztes Gehäuse erforderlich |
| Feuchtbereiche / Reinigung | IP65 oder höher | Strahlwassergeschützt, abgedichtete Anschlüsse |
| Hohe Lichteinstrahlung | - | High-Brightness-Panels (> 700 cd/m²) |
Sichere Datenanbindung an Produktionssysteme
Die größte Hürde bei industriellem Digital Signage ist die Schnittstelle zu bestehenden ERP- oder SCADA-Systemen. Die Daten müssen zuverlässig visualisiert werden, ohne die Netzwerksicherheit der Produktionsanlagen (OT-Netzwerk) zu gefährden.
Sichere Schnittstellen nutzen
Content-Management-Systeme für Digital Signage sollten immer über dedizierte, unidirektionale Gateways oder sichere APIs an das OT-Netzwerk angebunden werden, um Rückwirkungen auf die Steuerungstechnik physisch auszuschließen.
Fazit
Digital Signage in der Produktion ist mehr als ein digitaler Aushang. Es ist ein zentrales Werkzeug zur Prozessoptimierung, das Kommunikationswege verkürzt und die Einbindung der Non-Desk-Worker in die Unternehmenskommunikation sicherstellt.